Frisch zurückgekehrt aus Schottland möchten wir euch direkt unsere Tour 2018 vorstellen. Nachdem wir schon in 2017 unseren Sommerurlaub in Schottland verbracht haben und uns schwer in Land und Leute verliebt haben, sind wir nun zurückgekehrt, um uns Neues anzuschauen, aber auch um auf Islay zurückzukehren.

Anreise

Los ging es an einem unglaublich heißen Donnerstag Anfang August. Gegen Mittag hatten wir endlich alles im Auto verstaut (was gar nicht so einfach war angesichts der Tatsache, dass der halbe Kofferraum durch die gemütliche Reisekiste unseres Hundes Dino belegt ist, und wir, seitdem wir mit Kind unterwegs sind, immer Gepäckberge einzupacken haben). Als dies jedenfalls geschafft war, sind wir von NRW aus über die Niederlande und Belgien nach Frankreich gestartet. Ziel unseres ersten Fahrttages war Coquelles bei Calais, wo sich der Eurotunnel-Zugang befindet.

HOTEL: Inter-Hotel L’Hautaile
Kind und Hund (+ € 6,00 /pro Nacht) sind gerne gesehen und das Hotel liegt total praktisch in der Nähe zum Eurotunnel. Vom Hotel fährt man gerade 5 Minuten um zum Check-In für den Eurotunnel zu gelangen.  Mit der 24-Stunden-Rezeption ist auch eine sehr späte Anreise am Abend kein Problem.

Nach kurzem Check-In im Hotel ging es dann nochmal nach Sangatte an den Strand, um Kind und Hund nach der Autofahrt etwas toben zu lassen und einen ersten Blick auf die britische Küste in der Ferne zu erhaschen. Der Hund dürfte hier übrigens ganz stressfrei ohne Leine am Strand laufen.

Sangatte

Am Strand von Sangatte

Reger Fährbetrieb

Reger Fährbetrieb

Am nächsten Morgen ging es dann wirklich zeitig los zum Eurotunnel. Nach kurzem Check-In an der PET Reception ging es weiter zum Check-In fürs Auto und durch die anschließenden Passkontrollen bis zum Warteplatz. Da es früh morgens noch nicht so voll ist und wir auch noch mit einem früheren Zug als ursprünglich gebucht mitfahren konnten, folgt kurz darauf die Einfahrt in den Zug sowie die Durchfahrt durch den Tunnel und schon waren wir auf der britischen Insel.

Pet Reception im Morgengrauen

Pet Reception im Morgengrauen

Früh morgens ist am Eurotunnel noch nichts los

Früh morgens ist am Eurotunnel noch nichts los

Der Freitag war dann ein reiner Fahrttag, einmal quer durch England bis zur schottischen Grenze und noch ein Stückchen weiter bis kurz vor Edinburgh.

Endlich in Schottland

Endlich in Schottland

Und schon gibt es die erste schöne Aussicht

Und schon gibt es die erste schöne Aussicht

HOTEL: The Allan Ramsay Hotel
Sehr uriges Hotel mit gemütlichem Restaurant und leckerem Essen. Kind und Hund (+ £ 10,00 /pro Nacht) waren auch hier gern gesehene Gäste. Ein kleiner Kinderspielplatz und Auslauffläche für den Hund gab es ganz in der Nähe.

Das Allan Ramsey Hotel - urig und gemütlich

Das Allan Ramsey Hotel – urig und gemütlich

Edinburgh

Im vergangenen Jahr haben wir die großen Städte Schottlands gemieden, aber dieses Jahr wollten wir gerne ein bisschen von Edinburgh sehen. Da mit Hund Museumsbesuche etc. ausscheiden, haben wir uns dazu entschlossen, einfach einen Stadtbummel entlang der Royal Mile zu unternehmen. Das Auto haben wir in einem Parkhaus an der Waverley Station vergleichsweise günstig und zentrumsnah geparkt, um dann den Stadtbummel zu beginnen. An einem Samstag Anfang August ist in Edinburgh echt viel los. Auf der Royal Mile gibt es die Straßenkünstler des Festival Fringe zu bewundern und auch ansonsten scheint die Stadt mit all den Sommerurlaubern und Besuchern des parallel stattfindenden Military Tattoo aus allen Nähten zu platzen. Dennoch oder vielleicht auch gerade deswegen war es einfach schön bei strahlendem Sonnenschein die Stadt zu erleben.

Viel los in Edinburgh

Viel los in Edinburgh

Das schottische Maskottchen?

Das schottische Maskottchen?

The Hub am Fuß des Castle Hill hat im Sommer eine Außenterrasse –  The Gin Terrace – geöffnet, wo wir etwas abseits des Trubels eine gemütliche Verschnaufpause verbracht haben. Auf dem Rückweg gab es dann nochmal andere Straßenkünstler zu bestaunen und der Besuch des Museum of Childhood ist für alle Reisenden mit Kindern einen Besuch wert.

Fringe - The Edinburgh Festival

Fringe – The Edinburgh Festival

Überall ist was los

Überall ist was los

Nach fünf spannenden und erlebnisreichen Stunden waren wir dann wieder am Auto und haben dann unsere Fahrt bis nach Perth fortgesetzt.

HOTEL: Sky Lodge Perth
Sehr einfache, aber dafür auch günstig Unterkunft (Hund kostenfrei). Für die Durchreise gut geeignet.

Quer durch die Highlands bis zur Isle of Skye

Diesmal sollte es unbedingt auf die Äußeren Hebriden gehen, insbesondere auf die Inseln Harris und Lewis. Und gerne hätten wir auch die Isle of Skye näher kennengelernt, dort war es aber aufgrund der ohnehin touristischen Hauptsaison und der anstehenden Highland Games fast unmöglich ein Zimmer zu buchen. Über die Facebook-Gruppe „Skye Rooms“ konnten wir dann immerhin eine Übernachtung für eine Nacht ergattern, was zumindest die Anreise zur Isle of Harris erleichterte, aber nicht genügend Zeit für die Erkundung der Isle of Skye lies. Wir müssen also irgendwann nochmal hierher zurückkommen.

BED & BREAKFAST: Ardmorn B&B
Gemütliches Bed & Breakfast mit freundlichen Gastgebern, die sogar extra für uns ein sehr zeitiges Frühstück bereitet haben, damit wir nicht hungrig zur Fähre fahren mussten.

An diesem Sonntag haben wir also die Ausblicke auf die Highlands genossen und am Nachmittag das Eilean Donan Castle, eine der bekanntesten Burgen Schottlands und Drehort zahlreicher Filme wie „Highlander“ oder James Bond „Die Welt ist nicht genug“ besucht.

Eilean Donan Castle

Eilean Donan Castle

An Fort William und den umliegenden Zielen sind wir diesmal vorbeigefahren, da wir dort bereits im vergangen Jahr ein paar Tage verbracht hatten.

Die Äußeren Hebriden – Berneray, Harris und Lewis

Am Montagmorgen ging es dann mit der Fähre zunächst von Uig (Isle of Skye) nach

(North Uist). Die Fährfahrten mit Caledonian MacBrayne sind generell mit Hund sehr empfehlenswert, da dieser auf jeder Fähre mit an Bord gehen darf.

Caledonian MacBrayne - Abfahrt in Uig

Caledonian MacBrayne – Abfahrt in Uig

Ankunft in Lochmaddy

Ankunft in Lochmaddy

Da unser eigentliches Ziel die Isle of Harris war, ging es dann direkt weiter in Richtung des nächsten Fährhafens auf der kleinen Insel Berneray, welche durch eine Brücke mit North Uist verbunden ist. Viel Zeit blieb uns auf Berneray zwar nicht, aber es genügte, um zum Seal View Point zu fahren und Robben aus nächster Nähe zu bewundern. Danach haben wir noch einen kurzen Strandspaziergang am East Beach unternommen, bevor wir zum Hafen gefahren sind.

Robben aus nächster Nähe

Robben aus nächster Nähe

East Beach - wir gehen auch bei Regen an den Strand

East Beach – wir gehen auch bei Regen an den Strand

Am Nachmittag trafen wir in Leverburgh ganz im Süden der Isle of Harris ein und wollten dann eigentlich direkt zum Strand fahren, um Kind und Hund ein bisschen Zeit zum Spielen und Toben zu geben. Doch kaum fuhren wir wieder, schlief die kleine Maus auf dem Rücksitz ein und wir beschlossen die Zeit zu nutzen und stattdessen die Golden Road entlang zu fahren. Ab Rodel führte die einspurige Golden Road an der Ostküste entlang und belohnte uns mit vielen schönen Aussichten.

Die Golden Road ist eine Sigle Track Straße

Die Golden Road ist eine Sigle Track Straße

Tolle Landschaft links und rechts der Straße

Tolle Landschaft links und rechts der Straße

Das Wetter ist leider trübe bis regnerisch

Das Wetter ist leider trübe bis regnerisch

Als wieder alle wach waren, fuhren wir noch zur Westküste an den Strand Luskentyre, welcher tatsächlich mit türkisblauem Wasser und tollem Sand beeindruckte.

Isle of Harris - Luskentyre Beach

Isle of Harris – Luskentyre Beach

Türkisblaues Wasser

Türkisblaues Wasser

Das Hundespielzeug ist immer dabei

Das Hundespielzeug ist immer dabei

Am Abend setzten wir die Fahrt dann fort und überquerten die Bergkette, welche die Inseln Harris und Lewis voneinander trennt, um nach Stornoway zu gelangen, wo wir für zwei Nächte in einem komfortablen Ferienhaus unterkamen.

FERIENHAUS: Holiday Home Barony Square
Sehr komfortables und gut ausgestattetes Ferienhaus, wo Kind und Hund gleichermaßen willkommen waren. Die freundlichen Vermieter hatten sogar alles, was man für ein Frühstück braucht im Haus bereitgestellt.

Den gesamten nächsten Tag hatten wir Zeit, um die Isle of Lewis zu erkunden. Als erstes ging es zu den Standing Stones of Callanish, einem steinzeitlichen Kreis stehender Steine. Sehr beeindruckend!

Standing Stones of Callanish

Standing Stones of Callanish

Standing Stones of Callanish

Standing Stones of Callanish

Den Nachmittag verbrachten wir am Strand, den Uig Sands ganz im Westen der Insel. Dies ist wahrscheinlich der schönste Strand, den wir bisher gesehen haben. Wir versuchten uns sogar an einem Bad in den doch sehr kühlen Fluten des Atlantiks und ließen den Tag hier gemütlich ausklingen.

Isle of Lewis - Uig Sands

Isle of Lewis – Uig Sands

Den Ausblick genießen

Den Ausblick genießen

Für den Mittwoch war dann schon die Fähre von Stornoway nach Ullapool gebucht. Wir nutzten den verbleibenden Vormittag, um das Schloss „Lews Castle“ in Stornoway zu sehen und einen kurzen Abstecher an den Strand bei Tolsta zu unternehmen. Um 14:00 Uhr sollte unsere Fähre dann eigentlich in Stornoway ablegen. Durch Motorenschaden, Reparatur, Probefahrt und Wartezeit auf die Freigabe der Behörden verzögerte sich die Abfahrtszeit jedoch bis 22:30 Uhr. Das stundenlange Warten im Hafen überbrückten wir mit Spaziergängen, Picknick im Auto und allerlei Spielen. Gegen 01:00 Uhr erreichten wir dann endlich Ullapool. Da nächste Unterkunft bei Oban gebucht war (270 km, aber 4 bis 5 Stunden Fahrtzeit, da ausschließlich Fahrt über Landstraßen), stellten wir uns auf eine schlaflose Nacht ein.

Warten

Warten

Kurz vor der Abfahrt

Kurz vor der Abfahrt

Isle of Seil

Kurz vor 06:00 Uhr erreichten wir unser Häuschen auf der Oban Seil Farm. Eigentlich wollten wir hier bereits am Vorabend eintreffen – nach einer aussichtsreichen Fahrt durch die Highlands und entlang am Loch Ness. Naja, die gleiche Strecke sind wir schon gefahren nur halt im Dunklen und ganz ohne Aussicht. Schade! Auf jeden Fall waren wir froh, endlich eingetroffen zu sein, und verschwanden erst einmal im Bett.

FERIENHAUS: Oban Seil Farm bzw. Oban Seil Farm The Bothy 
Ein kleines, aber sehr gemütliches Häuschen in traumhafter Umgebung. Direkt hinterm Haus weiden die Schafe und nach einem kurzen Spaziergang gelangt man direkt ans Wasser. Ein passender Ort für drei geruhsame Tage.

Oban Seil Farm

Oban Seil Farm

Den Tag haben wir dann geruhsam ausklingen lassen mit einem Spaziergang ans Meer, ein bisschen Plantschen in den kühlen Fluten und Eis essen. Am nächsten Tag waren wir dann wieder fit genug für einen Ausflug. Unser Ziel: The Scottish SEA LIFE Sanctuary ein Stückchen nördlich von Oban. Diese Anlage gehört zur Gruppe der Sea Life Aquarien, ist aber tatsächlich deutlich kleiner und mit der Robbenauffangstation auch etwas anders ausgerichtet. Man bekommt einen guten Überblick über die einheimische Tierwelt des Meeres und lernt die Robben kennen.

Und schon neigte sich unser Aufenthalt auf der Isle of Seil dem Ende. Wir kletterten vor unserer Abfahrt den kleinen Pfad hinterm Haus über die Schafweide bis ganz nach oben, um nochmal die herrliche Aussicht zu genießen und setzten dann unseren Roadtrip fort.

Isle of Seil

Isle of Seil

Inveraray Castle

Ein bisschen Sightseeing muss sein und so machten wir uns auf den Weg nach Inveraray, um das dortige Schloss zu besichtigen. Als echte Downtown Abbey Fans waren wir auf den schottischen Drehort der Weihnachtsfolge aus 2012 gespannt und wurden nicht enttäuscht.

 

Inveraray Castle

Inveraray Castle

Auf jeden Fall eine Besichtigung wert

Auf jeden Fall eine Besichtigung wert

Nach Besichtigung und einer Stärkung im schlosseigenen Tearoom setzten wir unsere Fahrt nach Kennacraig fort, um dort am Abend die Fahre nach Islay zu nehmen.

Islay – die Whisky Insel und so viel mehr

Endlich wieder auf Islay. Im vergangenen Jahr hatten wir hier bereits eine Woche Urlaub verbracht und es hat uns so gut gefallen, dass wir dieses Jahr unbedingt zurückkehren wollten. Wir hatten auch wieder die gleiche Unterkunft gebucht, ein gemütliches Ferienhäuschen mit Blick auf Dunyvaig Castle und die Lagavulin Distillery.

FERIENHAUS: Bayview Cottage

Wir haben eine geruhsame Woche auf Islay verbracht und die Zeit genutzt, um diejenigen Destillerien zu besuchen, die wir im vergangenen Jahr noch nicht gesehen hatten, Zeit am Strand zu verbringen und ein paar neue Ecken von Islay zu entdecken.

De­s­til­le­riebesuch

De­s­til­le­riebesuch

Sightseeing

Sightseeing

Strand

Strand

Abreise

Wie es so ist, auch der schönste Urlaub neigt sich irgendwann dem Ende und wir mussten schließlich die Heimreise antreten. Wir hatten zwei Tage für die lange Fahrt von Islay bis nach Hause eingeplant. Am ersten Tag ging es in aller Frühe mit der Fähre von Port Askaig nach Kennacraig und dann weiter bis nach London. Dort haben wir direkt am Highway übernachtet, um am nächsten Tag zum Eurotunnel nach Folkestone weiterzufahren.

HOTEL: Days Inn Cobham

Nach pünktlicher und reibungsloser Überfahrt (oder sollte man beim Tunnel lieber Unterfahrt sagen?) haben wir an der französischen Kanalküste noch einen letzten Badestopp eingelegt.

Ein bisschen erledigt, aber auch sehr zufrieden, sind wir dann schließlich wieder zu Hause eingetroffen.